Sommermusik
Buch

Sommermusik

Ein Liebestraum Franz Liszts. Capriccio

422 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
Übersetzung: Mit zahlreichen Fotografien von Bernd Weingart
Illustration: Bernd Weingart
Preis: 29,90 €

Die Musik eines Sommers

Den Sommer 1841 verbrachte Franz Liszt mit seiner Lebensgefährtin Marie Gräfin d’Agoult auf der kleinen, südlich von Bonn gelegenen Rheininsel Nonnenwerth. Hier komponierte Liszt eines seiner schönsten Stücke, ›Die Zelle in Nonnenwerth‹, und träumte von einer leichten hellen Sommermusik ohne Anfang und Ende, aus dem Nichts kommend und ins Nichts wieder verwehend. Marie d’Agoult, die unter Pseudonym Zeitungsartikel veröffentlichte und Schriftstellerin werden wollte, sollte seine Sommermusik mit einer Prosasuite begleiten: »Schau dir die Schatten an, die die Bäume in diesem Sommer auf die Insel werfen«, sagte Liszt. »Beschreib die Schatten dieses Sommers. Das Beste wäre natürlich, wenn deine schwarzen Sätze auf dem weißen Papier die Schatten nicht nur beschreiben, sondern die Schatten selber sind. Unbegreiflich und unerklärbar.« 170 Jahre später schreibt Christian Linder dieses (von Marie d’Agoult damals nicht verfasste) Capriccio, rekonstruiert in einer literarischen Fiktion Liszts und Marie d’Agoults Arbeitsurlaub und zeigt das Seelenmaterial, das die beiden verband … und schließlich trennte.

Buch
ISBN: 978-3-88221-560-1
Verlag: Matthes & Seitz Berlin
Veröffentlicht: 2011
Originaltitel: Sommermusik (Deutsch)
Schlagworte: Liszt, Marie Gräfin d’Agoult, Rheininsel Nonnenwerth, Capriccio, Musik, Liebe, Sommer
»Linder schöpft aus den Werken von Lyrikern und amalgamiert das Ganze zu einem wunderbaren Text – einem Capriccio. … Eine behutsame, dem Gegenstand wunderbar angepasste Sprache.«
Carina Lautenbacher, Donaukurier, 22. Oktober 2011