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Seit der Antike ist das Verhältnis von Stoff und Form eine Grundfrage der Ästhetik. Doch was geschieht, wenn der klassische Stoffbegriff durch den des Rohstoffs ersetzt wird? Welche Konsequenzen hat diese Verschiebung für die Form? Susanne Strätling verfolgt die Transformationen von Stoff zu Rohstoff quer durch die Geschichte der Literatur und Kunst des 20. Jahrhunderts. Sie zeigt, wie sich das Nachdenken über Ressourcen von den Dingwelten der Avantgarde über den sozialistischen Produktionsroman bis zur Biopoetik der Gegenwart entwickelt hat: Rohstoffe sind nicht bloß literarische Baumaterialien, sondern Teil ökonomischer, ökologischer und politischer Kreisläufe. Von den Textfließbändern der 1920er-Jahre bis hin zu den Stoffkreisläufen der Gegenwartsliteratur: Rohe Stoffe untersucht die untrennbare Verbindung von Poetik und Ressource.