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Seit den 1980er-Jahren hat sich eine neue Lesart des politischen Grundkonflikts durchgesetzt: Nicht mehr der Gegensatz zwischen Kapitalismus und Sozialismus bestimmt den Lauf der Geschichte, sondern eine Spaltung zwischen einem säkularen, »westlichen« Weltbild und einer religiös oder indigen geprägten Gegenperspektive. Diese Vorstellung prägt nicht nur konservative Ideologien, sondern auch emanzipatorische Bewegungen, die indigene Lebensformen als Widerstand gegen die zerstörerische Logik des Kapitalismus idealisieren. Doch ist der Westen wirklich der Ursprung von Krieg und Herrschaft? Und bieten indigene Praktiken zwangsläufig ein Gegengewicht zum Kapitalismus?
In seiner vielschichtig und multiperspektivisch angelegten historischen Untersuchung Der Westen, die Indigenen und wir analysiert Ivan Segré drei zentrale Entwicklungen der Moderne: die Entstehung des Kapitalismus, die Kolonisierung Amerikas und den transatlantischen Sklavenhandel. Und zeigt, dass nicht der »westliche Rationalismus« die treibende Kraft der Geschichte war, sondern vielmehr ökonomische Raubstrukturen und die Dynamik der Fremdenfeindlichkeit.