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In seinen literaturkritischen Essays entwickelte Maurice Blanchot eine neue Konzeption von Literatur, die in den theoretischen Debatten der vergangenen Jahrzehnte zunächst in Frankreich und dann weltweit eine bedeutende Rolle gespielt hat. Die beiden in den Fünfzigerjahren erschienenen Bände L’espace littéraire (1955) – Der literarische Raum (2012) – und Le livre à venir – Das kommende Buch – entfalten die Überlegungen der Konzeption Blanchots am deutlichsten: Die im Titel der beiden Bücher angesprochenen Kategorien des Raums und der Zeit weisen darauf hin, dass es Blanchot um Grundfragen der Kritik geht. Die Zusätze »literarisch« und »Buch« zeigen wiederum, dass es ihm nicht um allgemein philosophische Probleme geht, sondern um die von der überkommenen Philosophie allenfalls marginal behandelten Fragen von Literatur und dichterischem Schreiben, Poetik und Fiktion.
Der Band Le livre à venir (1959) war bereits 1962 unter dem Titel Der Gesang der Sirenen erschienen. Für die vorliegende Neuausgabe hat Esther von der Osten den Band auf der Grundlage der Übertragung von Karl August Horst neu übersetzt. In seinem Nachwort stellt Gerhard Poppenberg Überlegungen zu der impliziten Systematik von Blanchots Kritik an.