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Ein 1807 während der Schlacht bei Preußisch Eylau schwer verwundeter und totgeglaubt ins Massengrab geworfener französischer Colonel kriecht mit übermenschlicher Anstrengung aus dem Leichenhaufen. Für den mittellosen Chabert beginnt eine Odyssee durch Kranken- und Armenasyle. 1818 kehrt er in das Paris der Restauration zurück, wo seine Ehefrau und Alleinerbin, die inzwischen mit einem Adligen wiederverheiratet ist, ihn zwar erkennt, aber verleugnet. Dem entstellten, offiziell für tot Erklärten fehlen jegliche Papiere zum Beweis seiner Identität. Schließlich findet er einen Anwalt, der ihm helfen will, sein Vermögen und seine gesellschaftliche Stellung wiederzuerlangen. Doch die skrupellose Raffinesse seiner Ehefrau, die Finten ihres Winkeladvokaten und die Aussicht auf einen kostspieligen Prozess nehmen dem angewiderten Chabert bald jeden Mut.
In diesem virtuos verdichteten Roman bündeln sich Balzacs sozialkritische Leitgedanken wie in einem Brennglas: Identitätsverlust, Entwurzelung und Ausgrenzung des Individuums durch Krieg, soziale Umwälzung, rechtsverdrehende Justiz, intransparente Bürokratie und menschliche Abgründe in einer moralisch verkommenen Gesellschaft.