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Was heißt es, einen Gedanken zu fassen, einen Gedanken zudem, der einem entfernten Denken entstammt? François Jullien erkundet die Wege ins Innere der chinesischen Geisteswelt und stellt die Frage nach der Möglichkeit, Zutritt zu ihr zu erlangen. Ihre Begriffe nachzuzeichnen, ihre Geschichte zu rekonstruieren genügt dafür nicht. Erst wenn wir unser Denken wirklich hinter uns lassen, können wir uns auf alternative Wege des Geistes begeben. Anhand der konzentrierten Lektüre des ersten Satzes der chinesischen Spruchsammlung »Yi-Jing« veranschaulicht Jullien, was es heißt, verschiedene Wege des Denkens zu beschreiten – einen Text von innen her zu lesen und sich ihm von außen, von der Bibel und griechischer Philosophie her zu nähern. Im Laufe der Lektüre richtet sich zwischen beiden Interpretationszugängen eine Schwelle auf, eine Schwelle jedoch, die uns einlädt, sie zu überschreiten und einzutreten.
» ›Ein möglicher Weg des Denkens‹, so Jullien, und ›alles in allem vielleicht nicht fremdartiger als die anderen‹. Ein Weg, der vom westlichen Denken nicht nur nicht begangen, sondern von seinen eigenen Ausgangsbedingungen her nicht einmal vorgestellt werden konnte. Deshalb der ›Umweg‹ über China, den François Jullien auch in diesem Buch auf meisterhafte und augenöffnende Weise einschlägt. Nicht um dort eine neue Wahrheit zu finden, sondern um von diesem Anderswo den Geist für eine Denkmöglichkeit empfänglich zu machen, wie sie in China vor Jahrtausenden ergriffen und fruchtbar gemacht worden ist.« - Astrid Nettling, Deutschlandfunk